Prozesseigenschaften von Metall-L-PBF

Prozesseigenschaften von L-PBF

Hochpräzise und vollständig dichte Teile

Metall-Laser Powder Bed Fusion (L-PBF) ist in der Lage, qualitativ hochwertige Teile herzustellen und wird heute branchenübergreifend für ein breites Anwendungsspektrum eingesetzt. 

Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die wichtigsten Prozessmerkmale. 

Image source: Hydrovision, H&H
Bildquelle: Hydrovision, H&H

Designrichtlinien

Hohe Gestaltungsfreiheit, die nur durch Stützstrukturen eingeschränkt wird

Bei der Konstruktion von Teilen, die mit der L-PBF-Technologie hergestellt werden, müssen mehrere Grundsätze beachtet werden. Überhängende Strukturen müssen durch Stützstrukturen verstrebt werden, um die Wärmeableitung zu ermöglichen und Verformungen der Teile durch innere Spannungen zu vermeiden.

Horizontale Löcher oder Kanäle müssen ebenfalls abgestützt oder tropfenförmig gestaltet werden, um Überhänge zu vermeiden. Minimale Wandstärke depends on the optical resolution of the machine and parameter set. In general, a wall-thickness of more than 1 mm is recommended.

Theoretisch ist das maximale Teilegröße depends only on the build volume of the machines and is in the range of several decimeters in all directions for standard machines up to >1m for large-scale machines. In practice, process stability and resulting residual stresses in massive metal parts have to be considered and may limit the component size.

Beim Entwurf eines Teils für L-PBF können die in diesem Kapitel vorgestellten Richtlinien als allgemeine Faustregel für Designer dienen. Wenn es dann zum eigentlichen Druck des Teils kommt, müssen maschinen- und prozessbezogene Aspekte berücksichtigt werden, die zusätzliche Gestaltungsfreiheit bieten oder Einschränkungen mit sich bringen können.

Materialien

Materialvielfalt beim Laser Powder Bed Fusion

Für L-PBF ist eine große Auswahl an Legierungen erhältlich. Die wichtigste Voraussetzung ist eine gute Schweißbarkeit. Darüber hinaus muss das Material als Pulver mit geeigneter Partikelgrößenverteilung vorliegen. Die Partikelgrößen-Verteilung ist system- und prozessspezifisch und variiert zwischen etwa 20 µm und 60 µm. Durch eine Anpassung der Prozessparameter sind sowohl größere als auch feinere Pulverfraktionen möglich. Sehr feine Pulverfraktionen neigen bei der Handhabung und Beschichtung aufgrund extrem feiner Staubpartikel in der Verteilung zur Agglomeration und sollten vermieden werden.

Typische mit L-PBF verarbeitete Legierungen sind Ti-6Al-4V, CoCr, Edel- und Werkzeugstähle, Nickelbasis-legierungen, Aluminiumlegierungen und auch Edelmetalle. Hochreines Kupfer lässt sich mit heutigen Maschinensystemen nur schwer verarbeiten, da die verfügbaren Laserwellenlängen nur schlecht absorbiert werden.

Materialeigenschaften

Laser Powder Bed Fusion mit hohen Materialeigenschaften

Parts fabricated with L-PBF technology exhibit similar properties as parts fabricated with conventional methods. Parts usually exceed a density of 99.7 % by far. However, the surface is rather rough due to staircase effects or adhering powder particles. Functional surfaces typically require post processing to decrease surface roughness.

Durch hohe Temperaturgradienten beim Abkühlen entsteht im Bauteil ein feinkörniges Gefüge. Im Vergleich zu herkömmlichen Materialeigenschaften weist L-PBF allgemein statische mechanische Eigenschaften mit sehr hoher Festigkeit auf. Es ist ein sprödes Verhalten mit relativ geringer Bruchdehnung zu beobachten. Durch gängige Wärmebehandlungen können die Materialeigenschaften beliebig beeinflusst werden.

Die Ermüdungsbeständigkeit hängt stark von der Oberflächenqualität, dh Oberflächenfehlern, und der Restporosität ab. Teile weisen eine gute Ermüdungsfestigkeit auf, wenn durch die Nachbearbeitung eine hohe Oberflächenqualität erreicht wird und die Restporosität durch heißisostatisches Pressen (HIP) reduziert wird.

Typischer Querschnitt von L-PBF Komponenten

Typische Materialeigenschaften für L-PBF übertreffen die ISO-Norm für chirurgische Implantate

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Sinterbasierte AM-Technologien und Prozesskette

Sinterbasierte AM – ein Technologieüberblick

Viele verschiedene Drucktechnologien – ein Sinterprozess

Die sinterbasierten AM-Technologien (SBAM) haben, wie der Name schon sagt, den Sinterprozess gemeinsam. Dabei wird der bedruckte Grünling zu einem dichten Teil verfestigt und erhält seine endgültigen Eigenschaften. Der Grünling kann mit verschiedenen Technologien vorab gedruckt werden. Allen gemeinsam ist, dass Metallpulver durch ein Bindemittel in die gewünschte Form gebunden wird. Zu den bekanntesten Drucktechnologien gehören Binder Jetting und Filament Material Extrusion.

In diesem Abschnitt erfahren Sie alles über die sinterbasierte AM  Prozesskette und erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Drucktechnologien.

Ziel und Aufbau dieses Kurses

Dieser Kurs richtet sich an Ingenieure, Designer und andere Fachleute, die eng mit sinterbasierten AM-Technologien arbeiten. Ziel ist es, die wichtigsten Aspekte abzudecken, die es Ingenieuren und Designern ermöglichen, die Möglichkeiten und technischen Grenzen der Drucktechnologien und des Sinterprozesses vollständig zu erfassen, um bei der Technologieauswahl und dem Teiledesign erfolgreich zu sein. Neben dem Durchlaufen des Kurses von Anfang bis Ende kann dieser Kurs auch als... dienen ständige Wissensquelle während der Arbeit an AM-Projekten. 

Der Kurs gliedert sich in die folgenden Abschnitten.

Dieser Abschnitt beginnt mit einem Überblick über die Sinterbasierte AM-Prozesskette und sein Drucktechnologien, gefolgt von einem Tief in die Technologie eintauchen in die wichtigsten Aspekte der BJT-Technologie ein, gefolgt von einem genaueren Blick auf die Entbindern und Sintern Schritt auch inklusive Sintersimulation.

Der zweite Abschnitt gibt einen Überblick über die verschiedenen Materialien die verfügbar sind sowie Teileeigenschaften die mit dem BJT-Prozess und typischen Methoden dafür erreicht werden können Qualitätskontrolle. Schließlich noch einige Gemeinsamkeiten Mängel im BJT-Prozess werden vorgestellt. 

Der letzte Abschnitt fungiert als Leitfaden für Designer. Neben einer allgemeinen Beschreibung des Prozesses beim Design für die additive Fertigung werden umsetzbare Einschränkungen und Richtlinien für den BJT-Prozess bereitgestellt. Im letzten Abschnitt werden mehrere davon vorgestellt Designbeispiele aus unterschiedlichen Branchen. 

Was Sie in diesem Abschnitt finden

Sinterbasierte AM-Prozesskette

Vom digitalen Modell bis zum fertigen Teil

Datenaufbereitung

Simulation zur Kompensation der Verformung während des Sinterschritts, Verschachtelung von Teilen und Definition von Druckparametern

Drucken

Durch verschiedene Druckverfahren werden unterschiedliche Ausgangsstoffe wie Metallpulver, Filamente, Pellets oder Dispersionen zu Grünteilen verarbeitet

Auspacken

Das Auspacken zerbrechlicher Grünteile muss sorgfältig erfolgen und ist in der Regel ein manueller Vorgang.

Entbinderung

Beim Entbindern wird das Bindemittel entfernt, wodurch ein brauner Teil entsteht

Sintern

Um die strukturelle Integrität eines Metallteils zu erreichen, ist ein Sinterprozess erforderlich. Die Pulverpartikel verschmelzen zu einer kohärenten, festen Struktur durch einen Massentransport, der auf atomarer Ebene erfolgt und durch Diffusionskräfte angetrieben wird.

Der braune Teil schrumpft um ca. 13-21 % in jede Richtung.

Die Prozesskette sinterbasierter Technologien unterscheidet sich von anderen AM-Technologien. Besonders die Nachdruckprozesse (Entbindern und Sintern) sind entscheidend, um die gewünschten mechanischen Eigenschaften zu erreichen.

Technologieprinzip

Wie funktioniert Binder Jetting?

Binder Jetting ist eine pulverbasierte additive Fertigungstechnologie, bei der ein flüssiger Polymerbinder selektiv auf das Pulverbett aufgetragen wird, die Metallpartikel bindet und einen Grünkörper bildet.

Das Metallpulver wird in einer typischen Schichtdicke von 40 µm bis 100 µm auf eine Bauplattform aufgetragen. Anschließend trägt ein modifizierter 2D-Druckkopf einen Binder punktuell auf das Pulverbett auf. Je nach Maschinentechnik erfolgt parallel für jede Schicht und/oder am Ende des gesamten Aufbaus ein Aushärte- bzw. Aushärtungsprozess des Bindemittels. Während des In-situ-Härtungsprozesses wird eine Wärmequelle verwendet, um das Bindemittel zu verfestigen und einen festen Polymer-Metallpulver-Verbund zu bilden.

Funktionsprinzip des Binder Jetting

Anschließend fährt die Bauplattform um eine Schichtdicke nach unten und es wird eine neue Pulverschicht aufgetragen. Auch hier wird das flüssige Bindemittel in den erforderlichen Bereichen der nächsten Schicht abgelagert und ausgehärtet, um den Grünkörper zu bilden. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis das komplette Teil gedruckt ist. Nach Abschluss des gesamten Druckvorgangs müssen die Teile aus dem „Pulverkuchen“, also dem umgebenden losen, aber verdichteten Pulver, entfernt werden. Um das überschüssige Pulver besser vom Grünkörper zu entfernen, werden häufig Bürsten oder eine Strahlpistole mit Luftdruck eingesetzt.

Um ein dichtes Metallteil zu erzeugen, muss der gedruckte Grünkörper in einem Entbinderungs- und Sinterprozess nachbearbeitet werden. Ähnlich wie beim Metallspritzgussverfahren werden BJT-Teile in einen Hochtemperaturofen gegeben, wo das Bindemittel ausgebrannt und die verbleibenden Metallpartikel zusammengesintert werden. Das Sintern führt zu einer Verdichtung des 3D-gedruckten Grünkörpers zu einem Metallteil mit hohen Dichten von 97 % bis 99,5%, abhängig vom Material.

Drucktechnologien

Metallbinderspritzen

Binder Jetting ist eine pulverbasierte additive Fertigungstechnologie, bei der ein flüssiger Polymerbinder selektiv auf das Pulverbett aufgetragen wird, die Metallpartikel bindet und einen Grünkörper bildet.

Das Metallpulver wird in einer typischen Schichtdicke von 40 µm bis 100 µm auf eine Bauplattform aufgetragen. Anschließend trägt ein modifizierter 2D-Druckkopf einen Binder punktuell auf das Pulverbett auf. Je nach Maschinentechnik erfolgt parallel für jede Schicht und/oder am Ende des gesamten Aufbaus ein Aushärte- bzw. Aushärtungsprozess des Bindemittels. Während des In-situ-Härtungsprozesses wird eine Wärmequelle verwendet, um das Bindemittel zu verfestigen und einen festen Polymer-Metallpulver-Verbund zu bilden.

Funktionsprinzip des Binder Jetting

Material Extrusion

Binder Jetting ist eine pulverbasierte additive Fertigungstechnologie, bei der ein flüssiger Polymerbinder selektiv auf das Pulverbett aufgetragen wird, die Metallpartikel bindet und einen Grünkörper bildet.

Das Metallpulver wird in einer typischen Schichtdicke von 40 µm bis 100 µm auf eine Bauplattform aufgetragen. Anschließend trägt ein modifizierter 2D-Druckkopf einen Binder punktuell auf das Pulverbett auf. Je nach Maschinentechnik erfolgt parallel für jede Schicht und/oder am Ende des gesamten Aufbaus ein Aushärte- bzw. Aushärtungsprozess des Bindemittels. Während des In-situ-Härtungsprozesses wird eine Wärmequelle verwendet, um das Bindemittel zu verfestigen und einen festen Polymer-Metallpulver-Verbund zu bilden.

Funktionsprinzip des Binder Jetting

Formschlammabscheidung

Binder Jetting ist eine pulverbasierte additive Fertigungstechnologie, bei der ein flüssiger Polymerbinder selektiv auf das Pulverbett aufgetragen wird, die Metallpartikel bindet und einen Grünkörper bildet.

Das Metallpulver wird in einer typischen Schichtdicke von 40 µm bis 100 µm auf eine Bauplattform aufgetragen. Anschließend trägt ein modifizierter 2D-Druckkopf einen Binder punktuell auf das Pulverbett auf. Je nach Maschinentechnik erfolgt parallel für jede Schicht und/oder am Ende des gesamten Aufbaus ein Aushärte- bzw. Aushärtungsprozess des Bindemittels. Während des In-situ-Härtungsprozesses wird eine Wärmequelle verwendet, um das Bindemittel zu verfestigen und einen festen Polymer-Metallpulver-Verbund zu bilden.

Funktionsprinzip des Binder Jetting

Metallselektives Lasersintern

Binder Jetting ist eine pulverbasierte additive Fertigungstechnologie, bei der ein flüssiger Polymerbinder selektiv auf das Pulverbett aufgetragen wird, die Metallpartikel bindet und einen Grünkörper bildet.

Das Metallpulver wird in einer typischen Schichtdicke von 40 µm bis 100 µm auf eine Bauplattform aufgetragen. Anschließend trägt ein modifizierter 2D-Druckkopf einen Binder punktuell auf das Pulverbett auf. Je nach Maschinentechnik erfolgt parallel für jede Schicht und/oder am Ende des gesamten Aufbaus ein Aushärte- bzw. Aushärtungsprozess des Bindemittels. Während des In-situ-Härtungsprozesses wird eine Wärmequelle verwendet, um das Bindemittel zu verfestigen und einen festen Polymer-Metallpulver-Verbund zu bilden.

Funktionsprinzip des Binder Jetting